Fotoausrüstung

Fotoausrüstung

Fotoausrüstung

Immer wieder werde ich während meiner Fotoreisen oder bei den Vorträgen gefragt, mit welcher Fotoausrüstung ich fotografiere und welche Marke nun die beste ist.
Darauf gibt es eine ganz klare Antwort: „Die beste Kamera ist die, die man gerade hat“. Das bedeutet für mich, dass nicht die Kamera sondern der Fotograf das Bild macht. Ich habe zwar immer Wert auf eine gute Ausrüstung gelegt, weil diese mein Arbeitsgerät ist. Allerdings ist mir im Lauf der Jahre jeglicher „Marken-Fetischismus“ abhandengekommen.  Wenn ich aktuell mit einem Nikon-System (D3, D5 und die D800 – Vollformat) fotografiere, bedeutet das nicht, dass ich nicht mit anderen System arbeiten würde. Aktuell habe ich mir z.B. gerade eine Sony-Kompakt-Kamera gekauft. Für Flugaufnahmen verwende ich die X5-Kamera, die der Hersteller der Drohne – die Firma DJI – dazu liefert (Wahnsinnsqualität). Für Aktion Bilder oder Zeitraffer verwende ich u.a. die Gopro Black Hero. Profi-Fotografen suchen Ihr „Werkzeug“ nach der jeweiligen Situation aus. Dabei möchte ich als Reisefotograf schnell und beweglich bleiben und mich nicht mit einem Haufen unnützen Zubehör abschleppen.

Fotoausrüstung
Kai-Uwe Küchler

Meine Basisausrüstung sind also die oben beschriebenen Bodys. Dazu nutze ich 3-4 Zoom-Objektive. Aktuell das Nikkor 14-24 mm/2,8 Weitwinkelzoom, das Standardzoom 24-70 mm/2,8.  Das 70-200 mm/ 2,8 Zoom und ein 200-400mm/ 4,0 Tele-Zoom. Dazu gehört noch ein Blitz, ein Stativ (Feisol) und eine kleine Videokamera. An Filtern nutze ich nur noch Graufilter (versch. Stärken) und einen Polarisationsfilter. Thats it.  Das passt, bis auf das 200-400 mm-Objektiv, alles in einen Fotorucksack (handelsüblich von Lowa), den ich noch tragen kann. Einen qualitativen Unterschied zwischen Zoomobjektiven und Festbrennweiten sehe ich nicht mehr. Auch die Lichtstärke der Zoom-Objektive ist enorm. Das hat allerdings auch seinen Preis.
Da ich fast ausschließlich im RAW-Format fotografiere, habe ich ein kleines Notebook mit dabei, auf dem ich unterwegs schon einen Teil der Computerarbeit erledige (Ordnerstruktur, RAW-Konvertierung, Datensicherung). Dazu nutze ich das mitgeliefert Nikon-Programm (Nikon-View). Zuhause übertrag ich dann diese Bilder auf diverse Festplatten und mache mich an die Feinarbeit (Adobe-Lightroom/Photoshop).

Fotoausrüstung Kai-Uwe Küchler
Fotoausrüstung Kai-Uwe Küchler

Immer wieder wird das Thema Film- und Video in der Vortragszene diskutiert. Ich empfinde die Möglichkeit, Filme und Videos im Vortrag einzubinden, durchaus als Bereicherung. Allerdings nur dort, wo diese wirklich Sinn machen. Auch habe ich davon Abstand genommen, gleichzeitig zu filmen und zu fotografieren. Die Medien Fotografie und Film sind, bei allen Möglichkeiten, die man durch die technische Verschmelzung heute hat, zu unterschiedlich. So nutze ich meine Videokamera nur, um z.B. Interviews aufzunehmen oder Szenen einzufangen, die förmlich nach Film „schreien“. (z.B. tanzende Mönche in Bhutan). Ansonsten gebe ich dem Foto den Vorrang. Ich bin Fotograf und kein Filmer. Ideal finde ich es, wenn noch eine zweite Person mit dabei ist. Meine Frau Ariane oder ein professioneller zweiter Kameramann übernimmt dann oft den Film-Part.

Für die Zukunft freue ich mich über die weitere „Miniaturisierung“ und vor allem über das geringere Gewicht der Kameras und Objektive. Aller Wahrscheinlichkeit gehört den spiegellosen Systemen die Zukunft, wenn es gelingt, den riesigen Stromverbrauch dieser Kameras zu zügeln. Aber egal wohin die technische Reise geht. Es wird weiterhin einen Fotografen geben, der die jeweilige Situation erkennen und umsetzen muss. Das „Auge“ und die Fähigkeit, eine Szene oder ein Motiv fotografisch darzustellen, wird auch das beste Kamerasystem der Welt nicht übernehmen können.

 


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